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Artikel in Auszügen zum Nachlesen

Vorverfahren gegen Heizlüfter-Firma [ 1 ]

Salzburgs Staatsanwaltschaft hat die deutsche Justiz ersucht, das nach der Brandkatastrophe von Kaprun in Salzburg eingeleitete Vorverfahren gegen Verantwortliche der deutschen Heizlüfterfirma zu übernehmen.

Beide sind Deutsche
Laut Gutachten soll der eingebaute Heizlüfter das Inferno im Seilbahntunnel von Kaprun mit 155 Toten ausgelöst haben.

Der Sitz der betroffenen Firma Fakir befinde sich in Deutschland, und die beiden angezeigten Herren seien deutsche Staatsbürger, berichtet die Salzburger Staatsanwältin Barbara Feichtinger:

"Um Übernahme ersucht"
"Es ist nicht anzunehmen, dass sich diese Herren freiwillig einem österreichischen Gerichtsverfahren stellen.

Es sind weiters viele Zuständigkeiten Deutschlands involviert, und deshalb haben wir um Übernahme des Verfahrens in Deutschland ersucht, knapp bevor der Sachverhalt ohnehin verjährt gewesen wäre."

"Rückholaktion wurde unterlassen"
Feichtinger sagt, die Staatsanwaltschaft sei der Meinung, dass die beiden Herren der Firma Fakir eine Rückholaktion für Heizstrahler unterlassen hätten:

"Produktions- und Konstruktionsfehler"
"Diese Heizstrahler, so heißt es ja in Gutachten, wären mit Produktionsfehlern und Konstruktionsfehlern behaftet gewesen.

In einem Gutachten des Stammverfahrens steht auch, dass dieser entsprechende Heizlüfter die Ursache dafür gewesen, dass es zu diesem schrecklichen Unglück kam."

Verjährung am 10. November?
Die Verjährung wäre am Donnerstag, 10. November 2005, eingetreten, wenn die Salzburger Staatsanwaltschaft das Verfahren nicht an die deutsche Justiz abgetreten hätte, sagt Staatsanwältin Feichtinger:

"Dann wären diese Dinge und möglicherweise auch Delikte nicht mehr zu verhandeln oder zu verfolgen gewesen."

Stellungnahme der betroffenen Firma
Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft würden vom Unternehmen vorbehaltlos unterstützt, so die Heizlüfterfirma Fakir in einer aktuellen Presseerklärung.

Es sei im Interesse der betroffenen Angehörigen aber auch der Firma Fakir, dass die Unglücksursache von Kaprun lückenlos aufgeklärt werde, so die Stellungnahme des Unternehmens.

Zum Original. Dort finden Sie weitere Links.

[1]
Aus salzburg.ORF.at-Internetseite vom Donnerstag, 10.11.2005
Mit freundlicher Erlaubnis der Redaktion salzburg.ORF.at *

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Siehe:

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