Letzte Aktualisierung am 16.12.2018 |
|
|
Artikel in Auszügen zum Nachlesen
Gletscherdrachen [ 1 ]
Kritik an Ausstellungsplänen
Große Hindernisse für die Ausstellung eines Kapruner Unglückszuges in Niederösterreich: Der Museumschef will das "technische Pionierwerk", wie er sagt, für die Nachwelt erhalten. Das bringt ihm harte Kritik ein.
RRRollipop will ausstellen
Diese Geschichte hat in den letzten Tagen für großes Aufsehen gesorgt: Einer der beiden Unglückszüge der Kitzsteinhornbahn in Kaprun sollte in einem niederösterreichischen Museum ausgestellt werden.
Der Obmann des "RRRollipop" in Eggenburg wollte die bei dem Unglück talwärts fahrende Garnitur der Standseilbahn in seine Schau integrieren. Diese ist bei dem verheerenden Brand fast unbeschädigt geblieben.
"Fahrzeug in Österreich halten"
Das Vorhaben erregt nun viele Gemüter, nicht nur in Niederösterreich. Kritiker sprechen von "Sensationslust", aber auch von Pietät- und Geschmacklosigkeit".
Und jetzt sieht es so aus, als ob der "Gletscherdrachen" doch nicht nach Eggenburg kommt.
Der Museumsbetreiber sagt, er wolle "Gletscherdrachen" in Österreich halten und vor der Verschrottung bewahren. Das Stück würde gut in seine Sammlung passen.
Vergleich mit der Concorde
Dass in der fast vollständig verbrannten Garnitur 155 Menschen ums Leben gekommen sind, wäre für ihn kein Grund, das andere Fahrzeug der Standseilbahn nicht auszustellen. Herbert Wammerl zieht einen Vergleich mit der Concorde:
"Etwas Großes würde verloren gehen"
"Wenn man damals anlässlich des Unglücks alle Concordes zerstört hätte, wäre auch etwas Großes und Technisches verloren gegangen.
Und ich weiß nicht, ob das gut gewesen wäre."
Kritiker sollen gehört werden
Die Stimmen, die sein Vorhaben als geschmacklos bezeichnen, will Wammerl jedoch nicht überhören:
"Würdevolle Präsentation geplant"
"Wenn es Bedenken gibt, wenn man der Ansicht ist, dass man da jemandem zu nahe tritt, das ist absolut nicht unsere Absicht.
Wenn man zur Überzeugung kommt, dass das Ganze Sinn macht und diese Garnitur würdevoll präsentiert werden kann, dann werden wir das tun."
Entscheidung noch ausständig
Die Gletscherbahnen Kaprun AG hat den Zug dem Museum bereits geschenkt. Am Donnerstag wird der noch erhaltene Waggon von seinem Depot in der Salzburger Struberkaserne in ein Zwischenlager transportiert.
Dort wird der "Gletscherdrachen" bleiben, bis die Museumsleitung eine Entscheidung getroffen hat, ob sie ihn nun ausstellt oder nicht.
Zum Original. Dort finden Sie weitere Links und Meinungen zu diesem Thema.
| [1] |
| Aus salzburg.ORF.at-Internetseite vom Donnerstag, 20.07.2006 |
|
| Mit freundlicher Erlaubnis der Redaktion salzburg.ORF.at * |
|
Im Internet finden Sie folgendes:
- Gletscherdrache auf Rast in Gars - Niederösterreichische Nachrichten vom 26.07.2006
Der Artikel von M. Kalchhauser befasst sich mit einen Zug, der durch das Unglück im Jahr 2000 bekannt gewordenen Kitzsteinhorn-Bahn. Der Gletscherdrachen soll in Eggenburg ins Museum kommen, dabei wird das Einvernehmen mit den Angehörigen gesucht ...
- "Gletscherdrache" abtransportiert - noe.orf.at vom Donnerstag, 20.07.2006
- "Gletscherdrachen": Entscheidung über Ausstellung bis Winter 2006 - Der Standard vom 20. Juli 2006
Waggons aus Struberkaserne in Salzburg abtransportiert, Zwischenlagerung in Halle, Kritik an Ausstellungsplänen ...
- "Gletscherdrache" abtransportiert - SN vom 20.07.2006
- Kaprun-Zug doch nicht ins Museum? - noe.orf.at vom 19.07.2006
Externer Link:
- RRRollipop-Museum * - in Eggenburg/Niederösterreich gibts Roller, Rollermobile und andere Raritäten.
Hinweis: * bedeutet es wird jeweils ein neues Fenster geöffnet.
zum Textanfang